<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:podcast="https://podcastindex.org/namespace/1.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title>zweispuriges | field recording</title><atom:link href="https://zweispuriges.de/feed/mp3/" rel="self" type="application/rss+xml"/><link>https://zweispuriges.de/</link><description>Zweispuriges ist ein Projekt, welches sich damit beschäftigt die Klänge, Texturen und Töne unserer Umgebung einzufangen. Aufnahmen für das Entspannen, virtuelle Reisen und zum Träumen.</description><lastBuildDate>Sat, 08 Jan 2022 23:50:51 +0100</lastBuildDate><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency><language>en</language><copyright>Copyright &#169; zweispuriges | field recording</copyright><managingEditor>zwei-kontakt@pkgbox.de (Ulrich Habel)</managingEditor><webMaster>zwei-kontakt@pkgbox.de (Ulrich Habel)</webMaster><itunes:new-feed-url>https://zweispuriges.de/feed/mp3/</itunes:new-feed-url><itunes:type>episodic</itunes:type><itunes:subtitle>Field Recording, Soundscape, Phonographie und Klangkunst - norddeutsch</itunes:subtitle><itunes:summary>Zweispuriges ist ein Projekt, welches sich damit beschäftigt die Klänge, Texturen und Töne unserer Umgebung einzufangen. Aufnahmen für das Entspannen, virtuelle Reisen und zum Träumen.</itunes:summary><itunes:keywords/><itunes:category text="Society &amp; Culture"><itunes:category text="Places &amp; Travel"/></itunes:category><itunes:author>Ulrich Habel</itunes:author><itunes:owner><itunes:name>Ulrich Habel</itunes:name><itunes:email>zwei-kontakt@pkgbox.de</itunes:email></itunes:owner><itunes:block>no</itunes:block><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:image href="https://zweispuriges.de/media/logo_feed.jpg"/><item><link>https://zweispuriges.de/episode/2023/12-31-der_silvester_abend/</link><title>12. Silvester im Niemandsland</title><pubDate>Sun, 31 Dec 2023 00:18:00 +0100</pubDate><description>Silvester Abend um 18 Uhr im Niemandsland sollte doch eigentlich eine recht ruhige Angelegenheit sein. Ich habe die Mikrofone noch einmal eingepackt und genieße die Stille draußen bevor die Knallerei losgeht. Ich treffe Hunde-Besitzer, die mit ihren Zweibeinern noch eine schnelle letzte Runde drehen und höre Vögel, meist Gänse und Möwen und dann und wann den einen oder anderen Knaller.</description><enclosure url='https://zweispuriges.de/media/2023-12-31-ZWEI012.mp3' length='18995737' type="audio/mp3"/><guid>https://zweispuriges.de/12/</guid><itunes:author>Ulrich Habel</itunes:author><itunes:episode>12</itunes:episode><itunes:title>Silvester im Niemandsland</itunes:title><itunes:summary>Es ist der Silvester Abend um 18 Uhr im Niemandsland. Es sollte doch eigentlich eine recht ruhige Angelegenheit sein. Ich habe die Mikrofone noch einmal eingepackt und genieße die Stille draußen bevor die Knallerei losgeht. Ich treffe Hunde-Besitzer, die mit ihren Zweibeinern noch eine schnelle letzte Runde drehen und höre Vögel, größtenteils Gänse und Möwen und dann und wann den einen oder anderen Knaller.
Ich glaube, ich habe noch nie so viele Vögeln zu dieser Zeit gehört, auch viele Hunde machen sich bemerkbar und bellen. Dann und wann hört man den einen oder anderen Knallkörper und den passenden Silvester Böller. Normalerweise biete ich auf zweispuriges immer die stillen Töne, Atmosphäre für euch hörbar gemacht. Mir war es wichtig einfach einmal eine Aufnahme davon zu haben wie sich ein Silvester Abend so anhört und was draußen so los ist. Daher gibt es in der definitiv letzten Folge des Jahres 2023 einmal einen Podcast der anderen Art.
Kommt bitte gut rüber, wir hören uns dann drüben in 2024 wieder mit einem Jahreswechsel. Ich verneige mich, danke, dass ihr mich dieses Jahr begleitet habt. 2024 soll hier einiges passieren und jetzt versuche ich mir erst einmal nicht die Finger am Raclette zu verbrennen.</itunes:summary><itunes:subtitle>Silvester Abend um 18 Uhr im Niemandsland sollte doch eigentlich eine recht ruhige Angelegenheit sein. Ich habe die Mikrofone noch einmal eingepackt und genieße die Stille draußen bevor die Knallerei losgeht. Ich treffe Hunde-Besitzer, die mit ihren Zweibeinern noch eine schnelle letzte Runde drehen und höre Vögel, meist Gänse und Möwen und dann und wann den einen oder anderen Knaller.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Silvester Abend um 18 Uhr im Niemandsland. Es sollte doch eigentlich eine recht ruhige Angelegenheit sein. Ich habe die Mikrofone noch einmal eingepackt und genieße die Stille draußen bevor die Knallerei losgeht. Ich treffe Hunde-Besitzer, die mit ihren Zweibeinern noch eine schnelle letzte Runde drehen und höre Vögel, größtenteils Gänse und Möwen und dann und wann den einen oder anderen Knaller.</p>
<p>Ich glaube, ich habe noch nie so viele Vögeln zu dieser Zeit gehört, auch viele Hunde machen sich bemerkbar und bellen. Dann und wann hört man den einen oder anderen Knallkörper und den passenden Silvester Böller. Normalerweise biete ich auf zweispuriges immer die stillen Töne, Atmosphäre für euch hörbar gemacht. Mir war es wichtig einfach einmal eine Aufnahme davon zu haben wie sich ein Silvester Abend so anhört und was draußen so los ist. Daher gibt es in der definitiv letzten Folge des Jahres 2023 einmal einen Podcast der anderen Art.</p>
<p>Kommt bitte gut rüber, wir hören uns dann drüben in 2024 wieder mit einem Jahreswechsel. Ich verneige mich, danke, dass ihr mich dieses Jahr begleitet habt. 2024 soll hier einiges passieren und jetzt versuche ich mir erst einmal nicht die Finger am Raclette zu verbrennen.</p>
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Das Expeditionsmobil stelle ich auf gesichertem Grund am Rande eines Feldwegs ab. Meine Sorge, dass ich einseitig einsinken werde, wird sich zum Glück nicht bestätigen. Nach ein paar Minuten über vollkommen unter Wasser stehende Wiesen erreichen wir das kleine Waldstück. Moorgebiet, die Bezeichnung trifft es recht gut. Karge Birkenstämme stehen im Wasser und tragen aufgrund des Winters kein Blatt mehr. Ein bisschen Nebel noch dazu und die Szenarien wäre prima für einen Film geeignet. Wenn man ganz genau hinsieht, könnte man denken, dass durch das Moor Menschen auf einen zu kommen. Genug davon - nach ein paar weiteren Minuten taucht der Weiher auf eine Handvoll Enten fühlt sich durch meine Anwesenheit gestört. Nach dem Aufbau der Mikros, des Recorders und dem Einpegeln starte ich die Aufnahme. Es ist gut zu hören wie der See und der Wind erwachen. Erst hört man nur den Wind wie er durch die kleinen feinen Birkenzweige streicht und dabei ein helles Rauschen hinterlässt, mehr und mehr Tiere sind zu hören und ein neuer Tag am See beginnt.</itunes:summary><itunes:subtitle>Der frühe Wurm wird vom Vogel gefangen, oder so ähnlich geht der Spruch. Mit dem ersten Licht des Tages geht es in das Berumerfehner Moor im Norden von Aurich. In der Mitte des Moores liegt ein kleiner See, dort möchte ich gerne das Erwachen der Tiere einfangen.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Die ersten Lichtstrahlen haben gerade das Dunkel der Nacht durchbrochen als ich das Fahrzeug für Expeditionen durch die Landschaft Niedersachsens steuere. Die Wiesen stehen unter Wasser und ein Fahrzeug mit Allrad Antrieb ist durchaus für die Feldwege empfehlenswert. Das heutige Ziel ist das Berumerfehner Moor im Norden von Aurich. Mitten in dem kleinen Waldgebiet gibt es einen kleinen See und ich hoffe das Erwachen der Tierwelt aufnehmen zu können.</p>
<p>Das Expeditionsmobil stelle ich auf gesichertem Grund am Rande eines Feldwegs ab. Meine Sorge, dass ich einseitig einsinken werde, wird sich zum Glück nicht bestätigen. Nach ein paar Minuten über vollkommen unter Wasser stehende Wiesen erreichen wir das kleine Waldstück. Moorgebiet, die Bezeichnung trifft es recht gut. Karge Birkenstämme stehen im Wasser und tragen aufgrund des Winters kein Blatt mehr. Ein bisschen Nebel noch dazu und die Szenarien wäre prima für einen Film geeignet. Wenn man ganz genau hinsieht, könnte man denken, dass durch das Moor Menschen auf einen zu kommen. Genug davon - nach ein paar weiteren Minuten taucht der Weiher auf eine Handvoll Enten fühlt sich durch meine Anwesenheit gestört. Nach dem Aufbau der Mikros, des Recorders und dem Einpegeln starte ich die Aufnahme. Es ist gut zu hören wie der See und der Wind erwachen. Erst hört man nur den Wind wie er durch die kleinen feinen Birkenzweige streicht und dabei ein helles Rauschen hinterlässt, mehr und mehr Tiere sind zu hören und ein neuer Tag am See beginnt.</p>
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An dem heutigen Morgen gehe ich seit langer Zeit mal wieder früh raus und nehme dich mit ans Meer mit. Gemäß dem Wetterbericht soll es in etwa Ebbe sein, wenn wir in Nessmersiel ankommen, der Wind soll dort bereits konstant mit fünf Windstärken wehen. Gestern wurde in diversen Wetterberichten noch vor starken Boen gewarnt, sieben bis acht Windstärken sollen es werden können. Die Fahrt nach Nessmersiel führt uns über tristes, graues Land. Das Auto wird immer wieder von den Boen erfasst und die Fahrt erfordert aktives Gegenlenken - so weit, so gut. Meine Gedanken drehen sich immer wieder um den Windschutz an den Mikrofonen - wird der Windschutz diesen Boen standhalten können oder werde ich ausschließlich das Grummeln von übersteuerten Mikrofonen aufnehmen? Bei Ankunft heißt es alles zusammenzuraffen, ein paar dicke warme Kleidungsschichten sollen mich vor dem Wind und der Kälte schützen, das Thermometer im Auto zeigte eine Außentemperatur von 4 Grad Celsius, alles andere als sehr warm. Der wärmende Kaffee kommt ebenfalls mit und nach zirka 20 Minuten Fußweg sind wir an dem Spot angekommen. Offen und ungeschützt - nicht gut! Eine kleine Buschreihe verspricht ein bisschen Schutz und nach ein bisschen Herumsuchen ist der passende Platz gefunden. Der Aufbau nach fast einem Jahr ohne aktive Folge geht ein wenig langsamer. Einpegeln der Mikrofone, windsicheres Befestigen der Kabel, Festlaschen von beweglichen Dingen, ohne dass sie Klappern oder Rascheln können und: Aufnahme.
Nach rund 40 Minuten stoppe ich die Aufnahme, der Wind ist immer stärker geworden, ich ahne böses. Der Kaffee ist mittlerweile deutlich dezimiert worden, mir ist kalt und ich spüre wieviel Kraft es kostet bei diesen Bedingungen: kalt, windig und feucht vom Nebel, sich hier aufzuhalten und sich nicht zu bewegen. Hier ist sie nun, die neuste Ausgabe des Podcasts und ich freue mich auf viele weitere Folgen. Die Aufnahme ist wild, laut und macht sehr schön die Natur hier oben in Ostfriedland hörbar. Wild, ungezügelt und mit vielen Tieren.</itunes:summary><itunes:subtitle>Es ist noch früh am Morgen, der Wind ist zusammen mit den Tieren erwacht und bläst stark über das karge Land Niedersachsens hinweg. Es ist kurz vor der Ebbe, Wasserpfützen bleiben zurück und der Wind wird in den Böen immer stärker. Das Licht ist fahl und taucht die Landschaft in ein tristes Grau. Ein toller Moment, um still zu werden und zuzuhören.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht sehr kalt heute Morgen, es ist ein wenig neblig und das fahle Licht taucht die Landschaft in ein tristes Grau an diesem Dezember Morgen. Der Wind ist im Laufe der Morgenstunden erwacht und bläst konstant über die Felder in Richtung der See. Zeitweilig mischen sich Boen dazu, die heftigst an allem zerren, was sich ihnen entgegenstellt.</p>
<p>An dem heutigen Morgen gehe ich seit langer Zeit mal wieder früh raus und nehme dich mit ans Meer mit. Gemäß dem Wetterbericht soll es in etwa Ebbe sein, wenn wir in Nessmersiel ankommen, der Wind soll dort bereits konstant mit fünf Windstärken wehen. Gestern wurde in diversen Wetterberichten noch vor starken Boen gewarnt, sieben bis acht Windstärken sollen es werden können. Die Fahrt nach Nessmersiel führt uns über tristes, graues Land. Das Auto wird immer wieder von den Boen erfasst und die Fahrt erfordert aktives Gegenlenken - so weit, so gut. Meine Gedanken drehen sich immer wieder um den Windschutz an den Mikrofonen - wird der Windschutz diesen Boen standhalten können oder werde ich ausschließlich das Grummeln von übersteuerten Mikrofonen aufnehmen? Bei Ankunft heißt es alles zusammenzuraffen, ein paar dicke warme Kleidungsschichten sollen mich vor dem Wind und der Kälte schützen, das Thermometer im Auto zeigte eine Außentemperatur von 4 Grad Celsius, alles andere als sehr warm. Der wärmende Kaffee kommt ebenfalls mit und nach zirka 20 Minuten Fußweg sind wir an dem Spot angekommen. Offen und ungeschützt - nicht gut! Eine kleine Buschreihe verspricht ein bisschen Schutz und nach ein bisschen Herumsuchen ist der passende Platz gefunden. Der Aufbau nach fast einem Jahr ohne aktive Folge geht ein wenig langsamer. Einpegeln der Mikrofone, windsicheres Befestigen der Kabel, Festlaschen von beweglichen Dingen, ohne dass sie Klappern oder Rascheln können und: Aufnahme.</p>
<p>Nach rund 40 Minuten stoppe ich die Aufnahme, der Wind ist immer stärker geworden, ich ahne böses. Der Kaffee ist mittlerweile deutlich dezimiert worden, mir ist kalt und ich spüre wieviel Kraft es kostet bei diesen Bedingungen: kalt, windig und feucht vom Nebel, sich hier aufzuhalten und sich nicht zu bewegen. Hier ist sie nun, die neuste Ausgabe des Podcasts und ich freue mich auf viele weitere Folgen. Die Aufnahme ist wild, laut und macht sehr schön die Natur hier oben in Ostfriedland hörbar. Wild, ungezügelt und mit vielen Tieren.</p>
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Auch wenn das frühe Licht noch nicht wärmt, stellt sich dennoch das Gefühl der Wärme und der Geborgenheit ein. Ein neuer Tag beginnt und durchflutet mich mit Licht. Auch wenn die See gar nicht so sehr aufgewühlt ist und damit eigentlich ganz still sein sollte, erzeugen die Wellen eine intensive Geräuschkulisse, wenn sie auf den Strand laufen. Heute verwende ich zum ersten Mal das Lom Geofon Mikrofon. Ein Mikrofon, welches niederfrequente Töne für uns hörbar macht. Die Tonspur dieses Mikrofons werde ich später den Wellen untermischen, um ihre gewaltige Kraft hörbar zu machen. Nach 40 Minuten Aufnahme schließe ich ab - mit einem Lächeln, es war schön! Kein Hund, kein Flugzeug und kein künstlicher Lärm schleicht sich in die Mikrofone. Ich fühle mich erfrischt, hängt das mit der fehlenden (künstlichen) Geräuschkulisse zusammen? Geräusche sind genug zu hören, minutenlang fokussiere ich meine Ohren auf die verschiedenen Schallquellen. Die Möwen, die Raben, das Rauschen der Wellen, das Brechen der Wellen und das Gluckern des Wassers am Strand. Ich freue mich auf das Frühstück. Nach langer Zeit habe ich es wieder einmal nach draußen für eine Aufnahme geschafft. Warum gönnt man sich solche Momente eigentlich nicht öfter?</itunes:summary><itunes:subtitle>Die Wellen der Ostsee schwappen auf den Strand. Noch ist alles grau und grau und das Licht ist fahl. Am Horizont zeichnen sich bereits die ersten Sonnenstrahlen ab, es neuer Tag beginnt auf Rügen.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist noch früh auf der Ostseeinsel Rügen. Alle schlafen noch tief und fest. Mein Wecker klingelte heute sehr früh, ich packe meinen Thermobecher mit Kaffee und schleiche mich auf den Strand, baue meine Mikrofone auf und warte auf den Sonnenaufgang. Ganz langsam schiebt sich die Sonne über den Horizont.</p>
<p>Auch wenn das frühe Licht noch nicht wärmt, stellt sich dennoch das Gefühl der Wärme und der Geborgenheit ein. Ein neuer Tag beginnt und durchflutet mich mit Licht. Auch wenn die See gar nicht so sehr aufgewühlt ist und damit eigentlich ganz still sein sollte, erzeugen die Wellen eine intensive Geräuschkulisse, wenn sie auf den Strand laufen. Heute verwende ich zum ersten Mal das Lom Geofon Mikrofon. Ein Mikrofon, welches niederfrequente Töne für uns hörbar macht. Die Tonspur dieses Mikrofons werde ich später den Wellen untermischen, um ihre gewaltige Kraft hörbar zu machen. Nach 40 Minuten Aufnahme schließe ich ab - mit einem Lächeln, es war schön! Kein Hund, kein Flugzeug und kein künstlicher Lärm schleicht sich in die Mikrofone. Ich fühle mich erfrischt, hängt das mit der fehlenden (künstlichen) Geräuschkulisse zusammen? Geräusche sind genug zu hören, minutenlang fokussiere ich meine Ohren auf die verschiedenen Schallquellen. Die Möwen, die Raben, das Rauschen der Wellen, das Brechen der Wellen und das Gluckern des Wassers am Strand. Ich freue mich auf das Frühstück.
Nach langer Zeit habe ich es wieder einmal nach draußen für eine Aufnahme geschafft. Warum gönnt man sich solche Momente eigentlich nicht öfter?</p>
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Die Blätter in den umgebenden Bäumen rascheln aufgeregt und das Gras der Wiese wiegt sanft in dem Wind. Es ist wärmer geworden, ich baue alles auf, drücke die Aufnahmetaste und schaue verträumt auf die Wiese, die teilweise in der Morgensonne liegt. Ein Schluck am heißen Kaffee - Niedersachsen in den Morgenstunden, hier im nördlichen Teil, kann schon wundervoll sein.</itunes:summary><itunes:subtitle>Mittlerweile ist es weit im Frühling hier in Niedersachsen. Die Bäume haben ihre Blätter wieder und die Wiesen stehen tiefgrün da. Zu frühen Morgenstunden entstand diese wunderbare Aufnahme.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile ist einige Zeit in das Land gegangen und es ist Frühling geworden. Die Sonne ist noch nicht lange am Himmel und taucht die Umgebung in ein warmes, goldenes Licht. Der Wind ist bereits aufgewacht und zerrt an dem Windschutz des Mikrofons.</p>
<p>Die Blätter in den umgebenden Bäumen rascheln aufgeregt und das Gras der Wiese wiegt sanft in dem Wind. Es ist wärmer geworden, ich baue alles auf, drücke die Aufnahmetaste und schaue verträumt auf die Wiese, die teilweise in der Morgensonne liegt. Ein Schluck am heißen Kaffee - Niedersachsen in den Morgenstunden, hier im nördlichen Teil, kann schon wundervoll sein.</p>
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Klar, mal wieder kalt. Die letzten Tage kam immer mal wieder die Sonne durch und man konnte es tagsüber bei zweistelligen Temperaturen sehr gut aushalten. Heute, zum Aufnahmetag am Kloster Ihlow begrüßte mich das Expeditionsfahrzeug mit vereisten Scheiben. Prima! Mir war danach warm und die Scheiben so mittel eisfrei. Die paar Minuten zum Kloster Ihlow gingen schnell vorbei, Ostfriesland lag unter einer dicken Frostschicht. Noch war die volle Pracht der Einkristalle auf den Bäumen noch nicht zu erkennen, Sonnenaufgang sollte irgendwo um 8 Uhr morgens herum sein. Ich war das einzige Auto auf dem riesigen Parkplatz. Schnell das ganze Aufnahmezeug geschultert und los in Richtung des Klosters.
Auf dem Weg zum Kloster kommt man an einer Installation vorbei - &amp;ldquo;Friesische Freiheit&amp;rdquo; von Monika Kühling 2003. Auch wenn ich dort schon häufiger entlang ging, bleibe ich jedes Mal stehen und suche mir Zeile für Zeile zusammen. Kaum ist die letzte Zeile gelesen geht es schon wieder weiter - durch einen noch schlafenden Wald. Viele der Vögel sind noch nicht auf und schlafen noch, der Trageesel ist schon wach! Nachdem ich die letzten Male direkt in dem Kloster aufgebaut hatte und von der Ergebnissen nicht ganz überzeugt war, baute ich diesmal ein paar Meter entfernt vom Kloster auf der Wiese auf.
Die Wiese war noch tief verfroren, die Kabel wurden innerhalb von kurzer Zeit vollkommen steif. Hoffentlich wird die Batterie des Recorders halten, war mein erster Gedanke. Nach kurzer Zeit war alles zusammengesteckt, die Mikrofone waren ausgerichtet, ich drückte die Aufnahme Taste und entfernte mich von der Aufnahmestelle. Ich habe gelernt, dass selbst die kleinste Bewegung ein Rascheln an der Jacke erzeugt, welches sich anschließend garantiert in der Aufnahme wiederfindet.
Endlich, die Glocke schlägt laut und deutlich, es ist acht Uhr morgens. Mit der Glocke wachen alle Vögel auf und in den nächsten Minuten darf ich einem tollen Vogel Konzert beiwohnen. Zahlreiche Spechte (3) sorgen für den erforderlich Rhythmus, schlagende Äste im Wind sorgen für weitere Percussion Elemente. Leider kamen auch zu dieser Zeit immer wieder Spaziergänger vorbei, die mehr oder minder laut Moin riefen. Oder da war noch das Auto, welches zum Museumsbetrieb gehört, welches um kurz vor acht ankam und wenige Sekunden nach der Glocke wieder abfahren sollte.
Ich hatte zwar ein tolles Gefühl bezüglich der Aufnahme, wusste jedoch nicht, ob ich die Glocke laut und klar aufgenommen habe, ob ich die Spaziergänge werde entfernen können. Nach vielen Stunden des Editierens, Mischens und Masterings bin ich zufrieden und schließe damit ein Kapitel: Kloster Ihlow. Danke für die Momente, die ich dort erleben konnte, die Vögel, die Glocke, die ersten Sonnenstrahlen und auch danke für die kalten Füße. Es war schön nach einer langen Arbeitswoche wieder einmal herauszukommen und sich sanft von den ersten Sonnenstrahlen streicheln zu lassen.</itunes:summary><itunes:subtitle>Es sollte ein weiterer Versuch der Aufnahme der Klangräume rund um das Kloster Ihlow werden. Insbesondere die Glocke hatte es mir angetan. Aus vergangenen Ausflügen wusste ich in etwa wann ich da sein wollte: 8 Uhr am Morgen. Komm mit, packe dir einen heißen Tee oder Kaffee ein und wir wachen mit dem Kloster Ihlow auf.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es sollte ein weiterer Versuch der Aufnahme der Klangräume rund um das Kloster Ihlow werden. Vornehmlich die Glocke hatte es mir angetan. Aus vergangenen Ausflügen wusste ich in etwa wann ich da sein wollte: 8 Uhr am Morgen. Komm mit, packe dir einen heißen Tee oder Kaffee ein und wir wachen mit dem Kloster Ihlow auf.</p>
<p>Klar, mal wieder kalt. Die letzten Tage kam immer mal wieder die Sonne durch und man konnte es tagsüber bei zweistelligen Temperaturen sehr gut aushalten. Heute, zum Aufnahmetag am Kloster Ihlow begrüßte mich das Expeditionsfahrzeug mit vereisten Scheiben. Prima! Mir war danach warm und die Scheiben so mittel eisfrei. Die paar Minuten zum Kloster Ihlow gingen schnell vorbei, Ostfriesland lag unter einer dicken Frostschicht. Noch war die volle Pracht der Einkristalle auf den Bäumen noch nicht zu erkennen, Sonnenaufgang sollte irgendwo um 8 Uhr morgens herum sein. Ich war das einzige Auto auf dem riesigen Parkplatz. Schnell das ganze Aufnahmezeug geschultert und los in Richtung des Klosters.</p>
<p>Auf dem Weg zum Kloster kommt man an einer Installation vorbei - &ldquo;Friesische Freiheit&rdquo; von Monika Kühling 2003. Auch wenn ich dort schon häufiger entlang ging, bleibe ich jedes Mal stehen und suche mir Zeile für Zeile zusammen. Kaum ist die letzte Zeile gelesen geht es schon wieder weiter - durch einen noch schlafenden Wald. Viele der Vögel sind noch nicht auf und schlafen noch, der Trageesel ist schon wach! Nachdem ich die letzten Male direkt in dem Kloster aufgebaut hatte und von der Ergebnissen nicht ganz überzeugt war, baute ich diesmal ein paar Meter entfernt vom Kloster auf der Wiese auf.</p>
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<p>Die Wiese war noch tief verfroren, die Kabel wurden innerhalb von kurzer Zeit vollkommen steif. Hoffentlich wird die Batterie des Recorders halten, war mein erster Gedanke. Nach kurzer Zeit war alles zusammengesteckt, die Mikrofone waren ausgerichtet, ich drückte die <em>Aufnahme</em> Taste und entfernte mich von der Aufnahmestelle. Ich habe gelernt, dass selbst die kleinste Bewegung ein Rascheln an der Jacke erzeugt, welches sich anschließend garantiert in der Aufnahme wiederfindet.</p>
<p>Endlich, die Glocke schlägt laut und deutlich, es ist acht Uhr morgens. Mit der Glocke wachen alle Vögel auf und in den nächsten Minuten darf ich einem tollen Vogel Konzert beiwohnen. Zahlreiche Spechte (3) sorgen für den erforderlich Rhythmus, schlagende Äste im Wind sorgen für weitere Percussion Elemente. Leider kamen auch zu dieser Zeit immer wieder Spaziergänger vorbei, die mehr oder minder laut <em>Moin</em> riefen. Oder da war noch das Auto, welches zum Museumsbetrieb gehört, welches um kurz vor acht ankam und wenige Sekunden nach der Glocke wieder abfahren sollte.</p>
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<p>Ich hatte zwar ein tolles Gefühl bezüglich der Aufnahme, wusste jedoch nicht, ob ich die Glocke laut und klar aufgenommen habe, ob ich die Spaziergänge werde entfernen können. Nach vielen Stunden des Editierens, Mischens und Masterings bin ich zufrieden und schließe damit ein Kapitel: Kloster Ihlow. Danke für die Momente, die ich dort erleben konnte, die Vögel, die Glocke, die ersten Sonnenstrahlen und auch danke für die kalten Füße. Es war schön nach einer langen Arbeitswoche wieder einmal herauszukommen und sich sanft von den ersten Sonnenstrahlen streicheln zu lassen.</p>
]]></content:encoded><itunes:image href="https://zweispuriges.de/media/logo_feed.jpg"/><itunes:duration>00:12:36</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType></item><item><link>https://zweispuriges.de/episode/2022/02-07-schleuse_rahe/</link><title>6. Mittagspause an der Schleuse Rahe</title><pubDate>Mon, 07 Feb 2022 20:05:00 +0100</pubDate><description>Auf geht es, ein Mittagsspaziergang zur Schleuse Rahe. Die Schleuse ist Teil des Ems-Jade Kanals unweit der kleinen Stadt Aurich in Niedersachsen. Es ist ein schönes Ausflugsziel für die Mittagspause, hinsetzen und entspannen und einfach mal still sein und zuhören.</description><enclosure url='https://zweispuriges.de/media/2022-02-07-ZWEI006.mp3' length='30143451' type="audio/mp3"/><guid>https://zweispuriges.de/6/</guid><itunes:author>Ulrich Habel</itunes:author><itunes:episode>6</itunes:episode><itunes:title>Mittagspause an der Schleuse Rahe</itunes:title><itunes:summary>Es stürmt, mal wieder. Die Wolken treiben regen verhangen über das Land. Genauer gesagt treiben sie nicht über das Land, sie fliegen in atemberaubender Geschwindigkeit vorbei. Zwischen dem Regen gibt es immer mal wieder einen Streifen blauen Himmels und ein bisschen Sonnenschein zur Entspannung. Gehen wir zusammen raus?
Gerade dann, wenn der Kopf ein wenig voll ist, diverse Gedanken sich in Kreisen drehen und Gefühlen die Hand zu einem sonderbaren Ballett reichen, tut es gut sich nach draußen zu setzen und die Wolken anzusehen, das Funkeln auf dem Wasser zu beobachten. Wenn Gefühle sich nach vorne drängen und Positives zu Negativem wird, lohnt es sich das draußen zu genießen und die Gedanken durch den Sturm forttragen zu lassen. Wie geht für mich weiter? Wie komme ich näher an das, was ich tun möchte? Draußen entspannt! Ein Thermobecher Kaffee hilft gegen die Kälte, die versucht durch alle Ritzen unter die Kleidung zu kriechen. Die Sonnenstrahlen tragen Wärme hinein, auch wenn es mehr das Gefühl als die Wahrheit ist. In diesen Momenten kann man an jemanden denken, wenn man dabei in Richtung der Sonne blickt, können zwei Menschen an unterschiedlichen Orten in Richtung der Sonne schauen - auch wenn 1000 Kilometer dazwischen liegen.
Die Mittagspause neigt sich dem Ende - die letzten Träume werden vom Wind fortgetragen, der Kanal ist immer noch mit kleinen Wellen bedeckt, die Kälte gewinnt langsam die Oberhand. Danke für die Zeit, für das Träumen mit geschlossenen Augen. Die Sonne im Gesicht, die Gedanken frei und mit den Ohren mittendrin. Hörst du es? Das Rauschen der Bäume rechts neben dir, die Schreie der Enten und Möwen, das Plätschern des Wassers aus der Schleuse auf deinem linken Ohr? Kommt mit, wir gehen noch einmal los - diesmal ganz achtsam und hören genau zu!</itunes:summary><itunes:subtitle>Auf geht es, ein Mittagsspaziergang zur Schleuse Rahe. Die Schleuse ist Teil des Ems-Jade Kanals unweit der kleinen Stadt Aurich in Niedersachsen. Es ist ein schönes Ausflugsziel für die Mittagspause, hinsetzen und entspannen und einfach mal still sein und zuhören.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es stürmt, mal wieder. Die Wolken treiben regen verhangen über das Land. Genauer gesagt treiben sie nicht über das Land, sie fliegen in atemberaubender Geschwindigkeit vorbei. Zwischen dem Regen gibt es immer mal wieder einen Streifen blauen Himmels und ein bisschen Sonnenschein zur Entspannung. Gehen wir zusammen raus?</p>
<p>Gerade dann, wenn der Kopf ein wenig voll ist, diverse Gedanken sich in Kreisen drehen und Gefühlen die Hand zu einem sonderbaren Ballett reichen, tut es gut sich nach draußen zu setzen und die Wolken anzusehen, das Funkeln auf dem Wasser zu beobachten. Wenn Gefühle sich nach vorne drängen und Positives zu Negativem wird, lohnt es sich das draußen zu genießen und die Gedanken durch den Sturm forttragen zu lassen.
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Wie geht für mich weiter? Wie komme ich näher an das, was ich tun möchte? Draußen entspannt! Ein Thermobecher Kaffee hilft gegen die Kälte, die versucht durch alle Ritzen unter die Kleidung zu kriechen. Die Sonnenstrahlen tragen Wärme hinein, auch wenn es mehr das Gefühl als die Wahrheit ist. In diesen Momenten kann man an jemanden denken, wenn man dabei in Richtung der Sonne blickt, können zwei Menschen an unterschiedlichen Orten in Richtung der Sonne schauen - auch wenn 1000 Kilometer dazwischen liegen.</p>
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<p>Die Mittagspause neigt sich dem Ende - die letzten Träume werden vom Wind fortgetragen, der Kanal ist immer noch mit kleinen Wellen bedeckt, die Kälte gewinnt langsam die Oberhand. Danke für die Zeit, für das Träumen mit geschlossenen Augen. Die Sonne im Gesicht, die Gedanken frei und mit den Ohren mittendrin. Hörst du es? Das Rauschen der Bäume rechts neben dir, die Schreie der Enten und Möwen, das Plätschern des Wassers aus der Schleuse auf deinem linken Ohr? Kommt mit, wir gehen noch einmal los - diesmal ganz achtsam und hören genau zu!</p>
]]></content:encoded><itunes:image href="https://zweispuriges.de/media/logo_feed.jpg"/><itunes:duration>00:15:27</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType></item><item><link>https://zweispuriges.de/episode/2022/01-30-sturm_nadia/</link><title>5. Sturm Nadia zieht über das Land</title><pubDate>Mon, 31 Jan 2022 19:45:00 +0100</pubDate><description>Sturm Nadia zieht über das Land und bringt den Bahnverkehr im Norden komplett für ein paar Stunden zum Erliegen. Die Fähren stellen zeitweise den Betrieb ein und wir genießen die Atmosphäre des langsam schwächer werdenden Sturms.</description><enclosure url='https://zweispuriges.de/media/2022-01-30-ZWEI005.mp3' length='16908715' type="audio/mp3"/><guid>https://zweispuriges.de/5/</guid><itunes:author>Ulrich Habel</itunes:author><itunes:episode>5</itunes:episode><itunes:title>Sturm Nadia zieht über das Land</itunes:title><itunes:summary>Der Sturm Nadia hat mittlerweile die deutsche Nordseeküste erreicht und beginnt hier sein Unwesen zu treiben. Zahlreiche Äste und teilweise Baumkronen sind auf die Straße gestürzt und behindern den Verkehr. Es ist die Zeit im Jahr sich im Wintergarten oder einem Unterstand mit einem heißen Tee zurückzuziehen und den Geräuschen des Sturms zu lauschen.
Es windet - nein, eigentlich stürmt es. Es ist ein bisschen diese Zeit wo man sich vielleicht die Zeit nehmen sollte spazieren zu gehen. Auch, weil es draußen so ungemütlich ist. Sich einmal ordentlich durchpusten zu lassen. Nach dem Motto: Innen schön warm, aber im Gesicht war es doch ganz schön kalt, kann man prima durch die Gegend stapfen. Egal ob das durch den Schnee, über die Wiese oder am Deich ist, auf den die Nordsee brandet, spazieren gehen und dieses Wetter zu genießen ist eine Kunst. Man muss die Ruhe dazu finden. Genießen, sich entspannen, sich beruhigen. Am schönsten ist dann die dampfende Tasse Tee, die man in den klammen Händen hält und sich daran die Finger wärmt. Was brauchen wir noch zum Glücklichsein in solchen Momenten? Einen Lehnstuhl oder auch einen Schaukelstuhl, manche von uns den passenden Blick nach draußen und idealerweise eine Katze auf dem Schoß (letztere kann optional sein). Und dann ganz langsam, dann wenn die Wärme beginnt wieder durch einen hindurchzuziehen, der Tee von innen wärmt, werden die Augenlider schwer und wir hören dem Sturm zu. Hörst du das Knarren der Balken, den Moment, wenn der Sturm wieder tief Luft holt und über das Feld pustet?</itunes:summary><itunes:subtitle>Sturm Nadia zieht über das Land und bringt den Bahnverkehr im Norden komplett für ein paar Stunden zum Erliegen. Die Fähren stellen zeitweise den Betrieb ein und wir genießen die Atmosphäre des langsam schwächer werdenden Sturms.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Der Sturm Nadia hat mittlerweile die deutsche Nordseeküste erreicht und beginnt hier sein Unwesen zu treiben. Zahlreiche Äste und teilweise Baumkronen sind auf die Straße gestürzt und behindern den Verkehr. Es ist die Zeit im Jahr sich im Wintergarten oder einem Unterstand mit einem heißen Tee zurückzuziehen und den Geräuschen des Sturms zu lauschen.</p>
<p>Es windet - nein, eigentlich stürmt es. Es ist ein bisschen diese Zeit wo man sich vielleicht die Zeit nehmen sollte spazieren zu gehen. Auch, weil es draußen so ungemütlich ist. Sich einmal ordentlich durchpusten zu lassen. Nach dem Motto: Innen schön warm, aber im Gesicht war es doch ganz schön kalt, kann man prima durch die Gegend stapfen. Egal ob das durch den Schnee, über die Wiese oder am Deich ist, auf den die Nordsee brandet, spazieren gehen und dieses Wetter zu genießen ist eine Kunst. Man muss die Ruhe dazu finden. Genießen, sich entspannen, sich beruhigen.
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Am schönsten ist dann die dampfende Tasse Tee, die man in den klammen Händen hält und sich daran die Finger wärmt. Was brauchen wir noch zum Glücklichsein in solchen Momenten? Einen Lehnstuhl oder auch einen Schaukelstuhl, manche von uns den passenden Blick nach draußen und idealerweise eine Katze auf dem Schoß (letztere kann optional sein). Und dann ganz langsam, dann wenn die Wärme beginnt wieder durch einen hindurchzuziehen, der Tee von innen wärmt, werden die Augenlider schwer und wir hören dem Sturm zu.
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Hörst du das Knarren der Balken, den Moment, wenn der Sturm wieder tief Luft holt und über das Feld pustet?</p>
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Wischer an, Wischer aus - vielleicht sollte ich mir ein Hobby mit Sonnenschein suchen. Also eins mit garantiertem Sonnenschein. Auf dem Parkplatz ist nicht los. Gar nichts. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich mein Auto hinstellen soll, so viele freie Parkplätze. Ich stelle mich in die erste Reihe, direkt mit Blick auf das Meer. Das Wetter hat sich nicht stabilisiert, es ist ungemütlich geworden, nur wenige Menschen sind mit ihren Hunden unterwegs. Also dann mal los, diverse Kleidungsschichten sollen den Wind fernhalten und die Wärme innen festhalten. Das hat schon immer gut geklappt - auch die Kombination der Doppelmütze. Eine sehr dünne Wollmütze unten und eine grüne/blaue Wollmütze obendrüber. Letzteres war ein Geschenk, ich bin in diese Mütze verliebt. Mit schnellen Schritten gehe ich Richtung Hundestrand und hoffe, dass ich dort alleine sein werde. Der sehr schlammige Weg verspricht, dass dort nicht viel los sein wird. Und siehe da - ich bin der Tat der Einzige, der den Weg direkt ans Ufer wagt. Quitsch, die Stiefel versinken jeweils 5 Zentimeter im Schlamm, so ein Schiet - das heißt später putzen aber wenigstens alleine. Die Mikrofone sind schnell aufgebaut, das Stativ gibt sich ob des wenigen Windes komplett unbeeindruckt und das Krümelmonster schaut brav auf den See. Sehr gut - genau so wollte ich das haben und hatte mir das vorgestellt. Kopfhörer auf und Zuhören. Es gluckert, es plätschert, ich höre das Wasser durch die Steine hindurchlaufen. Sehr gut. Dann wollen wir mal starten.
Ich versuche mich aus der Szene zu schleichen, schlurp schlurp, so wird das nichts werden. Ich entscheide mich schnelleren und lauteren Schrittes das Gelände zu verlassen und den üblichen Timer dann zu starten, wenn ich weit genug weg bin. Die 20 Minuten ticken herunter und ich gehe fröhlich zurück zu meinem Rucksack mit den Mikrofonen. Momentchen mal, warum läuft denn die Anzeige nicht vorwärts, sondern steht still? Na klar, ich hätte mal die Aufnahmetaste am Rekorder drücken sollen. Na prima! Also statt 20 Minuten frieren sind es nun eben 40 Minuten frieren geworden. Hilft aber halt nichts - ich hoffe, dass keine Hunde kommen werden - jetzt in der zweiten Aufnahme Session. Ein paar Fotos später sind die 20 Minuten vergangen und ich kehre zurück, diesmal hat alles geklappt. Hunde und Besucher sind ferngeblieben, überhaupt sollte ich heute keinen mehr sehen. Nur ein paar Meter weiter liegt der nächste Aufnahmespot. Dieser ist ein wenig windgeschützter, dennoch soll mir nicht mehr richtig warm werden. Ich freue mich als auch diese Aufnahme im Kasten ist und gehe mit schnellen Schritten zurück zu meinem Ü-Wagen. Der Regen wird vom Wind wieder gegen die Scheiben gepeitscht. Es ist mir egal, ich sitze im Auto, schaue auf das Meer und trinke einen heißen Tee. Langsam zieht auch die Wärme wieder durch mich durch. Was ein Tee alles bewirken kann.</itunes:summary><itunes:subtitle>Meereswellen und -rauschen am Meer Großen Meer, die über Steine und Sand auf das Ufer schlagen. Es gluckert, es gurgelt bei einer leichten Brise, so wie es eben im Norden so üblich ist.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Aufstehen, raus aus den Federn! Es nieselt schon wieder. Natürlich! Warum auch nicht schließlich will ich etwas draußen aufnehmen. Heute soll die Tour zum &ldquo;Großes Meer&rdquo; gehen. Das Großes Meer ist ein Binnenmeer im Dreieck Emden, Aurich und Leer. Der Wind soll mir entgegenkommen und nicht zu stark sein. Das verspricht eine Aussicht auf eine Aufnahme mit kleinen Wellen, die auf den Strand laufen oder gegen eine Spundwand schlagen.</p>
<p>Wischer an, Wischer aus - vielleicht sollte ich mir ein Hobby mit Sonnenschein suchen. Also eins mit garantiertem Sonnenschein. Auf dem Parkplatz ist nicht los. Gar nichts. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich mein Auto hinstellen soll, so viele freie Parkplätze. Ich stelle mich in die erste Reihe, direkt mit Blick auf das Meer. Das Wetter hat sich nicht stabilisiert, es ist ungemütlich geworden, nur wenige Menschen sind mit ihren Hunden unterwegs. Also dann mal los, diverse Kleidungsschichten sollen den Wind fernhalten und die Wärme innen festhalten. Das hat schon immer gut geklappt - auch die Kombination der Doppelmütze. Eine sehr dünne Wollmütze unten und eine grüne/blaue Wollmütze obendrüber. Letzteres war ein Geschenk, ich bin in diese Mütze verliebt.
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Mit schnellen Schritten gehe ich Richtung Hundestrand und hoffe, dass ich dort alleine sein werde. Der sehr schlammige Weg verspricht, dass dort nicht viel los sein wird. Und siehe da - ich bin der Tat der Einzige, der den Weg direkt ans Ufer wagt.
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<em>Quitsch</em>, die Stiefel versinken jeweils 5 Zentimeter im Schlamm, so ein Schiet - das heißt später putzen aber wenigstens alleine.
Die Mikrofone sind schnell aufgebaut, das Stativ gibt sich ob des wenigen Windes komplett unbeeindruckt und das Krümelmonster schaut brav auf den See. Sehr gut - genau so wollte ich das haben und hatte mir das vorgestellt. Kopfhörer auf und Zuhören. Es gluckert, es plätschert, ich höre das Wasser durch die Steine hindurchlaufen. Sehr gut. Dann wollen wir mal starten.</p>
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<p>Ich versuche mich aus der Szene zu schleichen, <em>schlurp</em> <em>schlurp</em>, so wird das nichts werden. Ich entscheide mich schnelleren und lauteren Schrittes das Gelände zu verlassen und den üblichen Timer dann zu starten, wenn ich weit genug weg bin. Die 20 Minuten ticken herunter und ich gehe fröhlich zurück zu meinem Rucksack mit den Mikrofonen. Momentchen mal, warum läuft denn die Anzeige nicht vorwärts, sondern steht still? Na klar, ich hätte mal die Aufnahmetaste am Rekorder drücken sollen. Na prima! Also statt 20 Minuten frieren sind es nun eben 40 Minuten frieren geworden. Hilft aber halt nichts - ich hoffe, dass keine Hunde kommen werden - jetzt in der zweiten Aufnahme Session.
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Ein paar Fotos später sind die 20 Minuten vergangen und ich kehre zurück, diesmal hat alles geklappt. Hunde und Besucher sind ferngeblieben, überhaupt sollte ich heute keinen mehr sehen.
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Nur ein paar Meter weiter liegt der nächste Aufnahmespot. Dieser ist ein wenig windgeschützter, dennoch soll mir nicht mehr richtig warm werden. Ich freue mich als auch diese Aufnahme im Kasten ist und gehe mit schnellen Schritten zurück zu meinem Ü-Wagen. Der Regen wird vom Wind wieder gegen die Scheiben gepeitscht. Es ist mir egal, ich sitze im Auto, schaue auf das Meer und trinke einen heißen Tee. Langsam zieht auch die Wärme wieder durch mich durch.
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Was ein Tee alles bewirken kann.</p>
]]></content:encoded><itunes:image href="https://zweispuriges.de/media/logo_feed.jpg"/><itunes:duration>00:16:29</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType></item><item><link>https://zweispuriges.de/episode/2022/01-13-ein_mittagsschlaf_im_auto_im_regen/</link><title>3. Ein Mittagsschlaf im Auto bei Regen</title><pubDate>Thu, 13 Jan 2022 23:15:00 +0100</pubDate><description>Schon den ganzen Tag zogen Schauer über das Land. Das Aufnehmen von Tönen in der
Natur, das Beobachten von Tieren, dem Zusehen des Wellenspiels haben bei jedem Wetter seinen Reiz. Manchmal schafft man es vor dem Regen ins Trockene zu kommen und manchmal nimmt man den Regenschauer komplett mit. Ich habe kurz vor dem Regen noch das Auto erreicht. Es war kalt, ein warmer Tee wärmte. Ich drehte den Sitz zurück, deckte mich der obligatorischen Decke zu und lauschte dem Regen auf dem Autodach.</description><enclosure url='https://zweispuriges.de/media/2022-01-13-ZWEI003.mp3' length='31265858' type="audio/mp3"/><guid>https://zweispuriges.de/3/</guid><itunes:author>Ulrich Habel</itunes:author><itunes:episode>3</itunes:episode><itunes:title>Ein Mittagsschlaf im Auto bei Regen</itunes:title><itunes:summary>Regen? Regen! Viel Regen, massiv Regen und irgendwie zog es mich nach draußen; zumindest vor ein paar Stunden noch. Ob ich nun auch noch hinausgehen wollen, würde? Da bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher. Ich rettete mich nach dem Ausflug ins Naturschutzgebiet gerade noch rechtzeitig zum Auto bevor mich der nächste Regenschauer erwischen würde. Mittlerweile war es richtig frisch geworden, der Wind war noch nicht da, ebenso wie der Regen noch nicht, kündigte sich aber schon dann und wann durch eine Böe an.
Ich hatte die Jacke mittlerweile irgendwie ausgezogen, fluchte ob der Enge des Fahrzeugs und begann das große Puzzle von Ausrüstung, Klamotten und anderen Dingen im Auto zu sortieren. Wohin nur damit? Irgendwann fand dann alles seinen Platz und der Regen hatte mittlerweile eingesetzt. Tropfen für Tropfen fiel über mir auf das Autodach oder die Windschutzscheibe. Das sah nicht wirklich nach einem kurzen Schauer mehr aus. Ich würde hier einige Zeit verbringen und dann entscheiden, ob ich noch mal hinausgehen würde oder den Weg nach Hause antrete.
Ein Buch war an Bord, ein Thermobecher mit heißem Tee ebenfalls und eilig hatte ich es auch nicht, es durfte also regnen. Ich kletterte nach hinten, legte die Rücksitzbank um und kuschelte mich in Ecke; deckte mich mit der obligatorischen Wolldecke aus dem Kofferraum zu, schlürfte den Tee und träumte vor mich hin. Langsam wurde es kühler und ich deckte mich komplett zu und &amp;hellip;wie war es anders zu erwarten - schlief so langsam aber sicher ein. Der Wind wog den Wagen und mich darin sanft in den Schlaf, der Regen gab auf Windschutzscheibe und Autodach sein Konzert.
Als ich nach einiger Zeit aufwachte, war mir wieder warm, der Wind hatte fast aufgehört. Warm in der Decke eingedeckt, setze ich mich auf, schaute nach draußen. Keine Menschen Seele auf dem Parkplatz zu sehen, ich stand dort ganz allein. Es war ganz still, kein Krach von Menschen Mengen erzeugt wie sonst an diesem Ort. Das Regen trommelte sanft auf das Auto Dach und die Scheiben. Man kann auch mal Glück empfinden, wenn es regnet.</itunes:summary><itunes:subtitle>Schon den ganzen Tag zogen Schauer über das Land. Das Aufnehmen von Tönen in der
Natur, das Beobachten von Tieren, dem Zusehen des Wellenspiels haben bei jedem Wetter seinen Reiz. Manchmal schafft man es vor dem Regen ins Trockene zu kommen und manchmal nimmt man den Regenschauer komplett mit. Ich habe kurz vor dem Regen noch das Auto erreicht. Es war kalt, ein warmer Tee wärmte. Ich drehte den Sitz zurück, deckte mich der obligatorischen Decke zu und lauschte dem Regen auf dem Autodach.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Regen? Regen! Viel Regen, massiv Regen und irgendwie zog es mich nach draußen; zumindest vor ein paar Stunden noch. Ob ich nun auch noch hinausgehen wollen, würde? Da bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher. Ich rettete mich nach dem Ausflug ins Naturschutzgebiet gerade noch rechtzeitig zum Auto bevor mich der nächste Regenschauer erwischen würde. Mittlerweile war es richtig frisch geworden, der Wind war noch nicht da, ebenso wie der Regen noch nicht, kündigte sich aber schon dann und wann durch eine Böe an.</p>
<p>Ich hatte die Jacke mittlerweile irgendwie ausgezogen, fluchte ob der Enge des Fahrzeugs und begann das große Puzzle von Ausrüstung, Klamotten und anderen Dingen im Auto zu sortieren. Wohin nur damit? Irgendwann fand dann alles seinen Platz und der Regen hatte mittlerweile eingesetzt. Tropfen für Tropfen fiel über mir auf das Autodach oder die Windschutzscheibe. Das sah nicht wirklich nach einem kurzen Schauer mehr aus. Ich würde hier einige Zeit verbringen und dann entscheiden, ob ich noch mal hinausgehen würde oder den Weg nach Hause antrete.</p>
<p>Ein Buch war an Bord, ein Thermobecher mit heißem Tee ebenfalls und eilig hatte ich es auch nicht, es durfte also regnen. Ich kletterte nach hinten, legte die Rücksitzbank um und kuschelte mich in Ecke; deckte mich mit der obligatorischen Wolldecke aus dem Kofferraum zu, schlürfte den Tee und träumte vor mich hin. Langsam wurde es kühler und ich deckte mich komplett zu und &hellip;wie war es anders zu erwarten - schlief so langsam aber sicher ein. Der Wind wog den Wagen und mich darin sanft in den Schlaf, der Regen gab auf Windschutzscheibe und Autodach sein Konzert.</p>
<p>Als ich nach einiger Zeit aufwachte, war mir wieder warm, der Wind hatte fast aufgehört. Warm in der Decke eingedeckt, setze ich mich auf, schaute nach draußen. Keine Menschen Seele auf dem Parkplatz zu sehen, ich stand dort ganz allein. Es war ganz still, kein Krach von Menschen Mengen erzeugt wie sonst an diesem Ort. Das Regen trommelte sanft auf das Auto Dach und die Scheiben. Man kann auch mal Glück empfinden, wenn es regnet.</p>
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Es ist aber eben dennoch manchmal so, dass man allen Vorhersagen zum Trotz sich doch auf den Weg macht, hungrig etwas zu sehen – in meinem Fall vielleicht eine neue Tonspur einzufangen, mal sehen, was mir so vor die Mikrofone laufen wird. Auf dem Weg nach Norddeich präsentiert sich das Wetter von seiner charmanten Seite: Regen, Sturm – die Wischerstufen kann ich mitunter fröhlich durchschalten. Und auch da stellt sich wieder die Frage: Will ich denn wirklich raus? Also ich meine ernsthaft?
Schnell ist Norddeich erreicht – den Sturm nehme ich hier noch viel intensiver wahr aber man mag es kaum glauben oder nicht: Die Sonne scheint aus allen Knopflöchern. Nordsee Lust – der Sturm peitscht das Meer auf, die Wellen branden auf die Außenseite des Deichs, der Geruch nach Meer und Salz liegt in der Luft.
Das Auto steht auf einem wunderbaren Parkplatz und wird durch die Sturmböen hin- und hergeschunkelt. Daunenweste an, Fleece an, winddichte Jacke an und raus. Der Wind zerrt an der Jacke, ich habe zwei Mützen und einen Schlauchschal an, letzterer wird mein Gesicht vor dem eisigen Wind schützen. Verpackt wie das Männchen aus der Reifenwerbung gehe ich oben auf dem Deich in Richtung Leitdamm. Das ist der Damm, der in den Hafen hineinführt. An einem halbwegs windgeschützten Platz baue ich mich auf, drücke auf die Aufnahmetaste und beginne den Sonnenschein als wärmend zu empfinden. Mit dieser Illusion im Kopf beginne ich die erste Aufnahme. Schiffe kommen und fahren aus dem Hafen und ich habe ein paar Minuten für mich zum Träumen.
Da ist es wieder dieses Gefühl: Nordsee Liebe. Und damit verbunden kommt auch wieder der Gedanke des Fischerbootes im Hafen als Wohnobjekt. Statt dem Hashtag #vanlife zu folgen eben #fischkutter. Kein Hausboot, sondern ein alter Kutter, aus Stahl oder aus Holz, gemütlich ausgebaut zu einem kleinen Heim.
Das Wasser gluckert zwischen den Steinen und kleinere Wellen klatschen dann und wann gegen den Schiffsrumpf.
Ein schöner Gedanke.</itunes:summary><itunes:subtitle>Es ist gerade Hochwasser in Norddeich Hafen an einem kurzzeitig sonnigen aber kalten Tag im Januar. Ein Sturm peitscht die Nordsee auf und die Wellen branden auf die Außenseite des Deichs. Hier im Hafen ist lediglich ein wenig Schwell, der auf die Steine trifft und zwischen den Booten gluckert.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Januar 2022 – einer dieser Tage, die eigentlich regen verhangen beginnen und wo sich kein Mensch leicht aufrafft, um nach draußen zu gehen. Die Regenwahrscheinlichkeit ist mit satten 90 % angegeben, vielleicht sollte ich doch noch einen Tee trinken und aus dem Fenster schauen?</p>
<p>Es ist aber eben dennoch manchmal so, dass man allen Vorhersagen zum Trotz sich doch auf den Weg macht, hungrig etwas zu sehen – in meinem Fall vielleicht eine neue Tonspur einzufangen, mal sehen, was mir so vor die Mikrofone laufen wird. Auf dem Weg nach Norddeich präsentiert sich das Wetter von seiner charmanten Seite: Regen, Sturm – die Wischerstufen kann ich mitunter fröhlich durchschalten. Und auch da stellt sich wieder die Frage: Will ich denn wirklich raus? Also ich meine ernsthaft?</p>
<p>Schnell ist Norddeich erreicht – den Sturm nehme ich hier noch viel intensiver wahr aber man mag es kaum glauben oder nicht: Die Sonne scheint aus allen Knopflöchern. Nordsee Lust – der Sturm peitscht das Meer auf, die Wellen branden auf die Außenseite des Deichs, der Geruch nach Meer und Salz liegt in der Luft.</p>
<p>Das Auto steht auf einem wunderbaren Parkplatz und wird durch die Sturmböen hin- und hergeschunkelt. Daunenweste an, Fleece an, winddichte Jacke an und raus. Der Wind zerrt an der Jacke, ich habe zwei Mützen und einen Schlauchschal an, letzterer wird mein Gesicht vor dem eisigen Wind schützen. Verpackt wie das Männchen aus der Reifenwerbung gehe ich oben auf dem Deich in Richtung Leitdamm. Das ist der Damm, der in den Hafen hineinführt. An einem halbwegs windgeschützten Platz baue ich mich auf, drücke auf die Aufnahmetaste und beginne den Sonnenschein als wärmend zu empfinden. Mit dieser Illusion im Kopf beginne ich die erste Aufnahme. Schiffe kommen und fahren aus dem Hafen und ich habe ein paar Minuten für mich zum Träumen.</p>
<p>Da ist es wieder dieses Gefühl: Nordsee Liebe. Und damit verbunden kommt auch wieder der Gedanke des Fischerbootes im Hafen als Wohnobjekt. Statt dem Hashtag #vanlife zu folgen eben #fischkutter. Kein Hausboot, sondern ein alter Kutter, aus Stahl oder aus Holz, gemütlich ausgebaut zu einem kleinen Heim.</p>
<p>Das Wasser gluckert zwischen den Steinen und kleinere Wellen klatschen dann und wann gegen den Schiffsrumpf.</p>
<p>Ein schöner Gedanke.</p>
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Unglücklicherweise fanden an diesem Tag gerade Deichbauarbeiten statt – mit schwerem Gerät wie mehreren LKWs und einem Radlader, der Teile des Deichs abtrug und anschließend die Lücken mit neuem Schotter (Grant?) auffüllte. Das machte einen entsprechenden Lärm und an eine Aufnahme war nicht zu denken. Natürlich nicht – ein freier Tag muss ja nicht für alle gleichermaßen gelten.
Irgendwann brach die Dämmerung heran und damit wurden die Arbeiten am Deich eingestellt. Ich hatte die Gelegenheit genutzt und war nun mittlerweile einige Kilometer in Richtung Schleuse Leysiel gegangen. Der letzte LKW fuhr an mir vorbei und fortan war ich bei inzwischen einbrechender Dunkelheit alleine. Es sollten noch vier Stunden bis Hochwasser dauern und die verschiedenen Vögel sorgten für eine entsprechende Geräuschkulisse. Immer. Wieder durchbrachen Flugzeuge die Stille, von See her war das Motorengeräusch der Fähren und einiger Küstenmotorschiffe zu hören.
Endlich – nach rund 30 Minuten Aufnahme hatte ich genügend Material zusammen und trat langsam den Rückzug an. Der Nebel hatte ich in eine Form des stehenden Wassers verwandelt, meine Kleidung war innerhalb kürzester Zeit von außen komplett nass, so als hätte man sie ins Wasser getaucht. Die Navigation zurück war einfach, obwohl ich keine fünf Meter weit schauen konnte. Rechts ist das Wasser links der Deich und dann einfach nur geradeaus. Die Stirnlampe hatte ich auf der kleinsten Stufe leuchten, jede höhere Stufe hätte lediglich den Nebel heller gemacht aber nicht zu meiner Sicht beigetragen.
Nach rund 1.5 Stunden war ich dann endlich wieder im Auto. Einsam stand es auf dem Parkplatz, so geht Einsamkeit. Kaum, dass die Sachen irgendwie hinten im Kofferraum verstaut waren, erfreute ich mich an dem heißen Tee. Wie wenig man manchmal zum Glücklichsein braucht. In dicker Suppe ging es auf den Heimweg – schade, ich hätte durchaus Lust gehabt Teile der Nacht vor Ort zu verbringen, dann aber vielleicht mit Luftheizung und ein wenig Ausbau im Fahrzeug.
Das Editing zu Hause sollte es dann zutage fördern: Hubschrauber, Schiffe, Flugzeuge und anderer entfernter Lärm. Prima, so konnte ich den einprägsamen Nachmittag noch mit einigen Stunden in der DAW abrunden.</itunes:summary><itunes:subtitle>In rund vier Stunden wird Hochwasser sein. Nebelverhangen und diesig präsentiert sich das Wattenmeer, Nebelschwaden ziehen über den Deich. Eine Aufnahme, die zeigt, dass das Wattenmeer alles andere als ruhig ist und das insbesondere Vögel das trocken liegende Watt nutzen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Die einen freuen sich über die Leckerbissen in Form von Muscheln, Käfern und Würmern, die anderen erfreuen sich am Seegras, welches in Büscheln trocken daliegt.</itunes:subtitle><content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein grauer Dezember Nachmittag als ich beschloss ein paar Aufnahmen in der Nähe des Pilsumer Leuchtturms anzufertigen. Das Wetter schien beständig zu bleiben, ich rechnete nicht mit Regen. Nach der kurzen Autofahrt stellte ich das Auto auf dem Parkplatz des Pilsumer Leuchtturms ab, trank einen letzten Schluck heißen Tee und suchte meine Ausrüstung zusammen.</p>
<p>Unglücklicherweise fanden an diesem Tag gerade Deichbauarbeiten statt – mit schwerem Gerät wie mehreren LKWs und einem Radlader, der Teile des Deichs abtrug und anschließend die Lücken mit neuem Schotter (Grant?) auffüllte. Das machte einen entsprechenden Lärm und an eine Aufnahme war nicht zu denken. Natürlich nicht – ein freier Tag muss ja nicht für alle gleichermaßen gelten.</p>
<p>Irgendwann brach die Dämmerung heran und damit wurden die Arbeiten am Deich eingestellt. Ich hatte die Gelegenheit genutzt und war nun mittlerweile einige Kilometer in Richtung Schleuse Leysiel gegangen. Der letzte LKW fuhr an mir vorbei und fortan war ich bei inzwischen einbrechender Dunkelheit alleine. Es sollten noch vier Stunden bis Hochwasser dauern und die verschiedenen Vögel sorgten für eine entsprechende Geräuschkulisse. Immer. Wieder durchbrachen Flugzeuge die Stille, von See her war das Motorengeräusch der Fähren und einiger Küstenmotorschiffe zu hören.</p>
<p>Endlich – nach rund 30 Minuten Aufnahme hatte ich genügend Material zusammen und trat langsam den Rückzug an. Der Nebel hatte ich in eine Form des stehenden Wassers verwandelt, meine Kleidung war innerhalb kürzester Zeit von außen komplett nass, so als hätte man sie ins Wasser getaucht. Die Navigation zurück war einfach, obwohl ich keine fünf Meter weit schauen konnte. Rechts ist das Wasser links der Deich und dann einfach nur geradeaus. Die Stirnlampe hatte ich auf der kleinsten Stufe leuchten, jede höhere Stufe hätte lediglich den Nebel heller gemacht aber nicht zu meiner Sicht beigetragen.</p>
<p>Nach rund 1.5 Stunden war ich dann endlich wieder im Auto. Einsam stand es auf dem Parkplatz, so geht Einsamkeit. Kaum, dass die Sachen irgendwie hinten im Kofferraum verstaut waren, erfreute ich mich an dem heißen Tee. Wie wenig man manchmal zum Glücklichsein braucht. In dicker Suppe ging es auf den Heimweg – schade, ich hätte durchaus Lust gehabt Teile der Nacht vor Ort zu verbringen, dann aber vielleicht mit Luftheizung und ein wenig Ausbau im Fahrzeug.</p>
<p>Das Editing zu Hause sollte es dann zutage fördern: Hubschrauber, Schiffe, Flugzeuge und anderer entfernter Lärm. Prima, so konnte ich den einprägsamen Nachmittag noch mit einigen Stunden in der DAW abrunden.</p>
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